Aktueller Stand: DS/1777/IX

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen: Das Bezirksamt wird ersucht, anlässlich des Weltfriedenstag am 1.9.2026 und in den Folgejahren ein Friedensfest in Kooperation mit geeigneten Trägern bzw. Vereinen zu organisieren und langfristig zu etablieren. Hierfür sollen entsprechend Mittel im Haushalt vorgesehen werden.

Mögliche Kooperationen wie mit lokalen Akteuren sowie steps for peace (Institut für Peacebuilding gemeinnützige GmbH), Internationale Kriegsdienstgegner*innen e.V., Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden e.V. oder der Friedensglockengesellschaft e.V. sollen dazu geprüft werden.

Begründung:

In dunklen Zeiten näher rückender Konflikte halten wir es für angebracht, dass der Bezirk Lichtenberg als Mitglied der „Mayors for Peace“ seinem Namen gerecht wird und ein Licht der Hoffnung entzündet. Das Friedensfest ist eine Möglichkeit, Personen und Organisationen einzuladen, die sich für die friedliche Beilegung von Konflikten und Diplomatie einsetzen bzw. praktische Wege aus der Eskalationslogik anbieten. Ein friedliches Miteinander ist das seit vielen Jahren gelebte Motto des Bezirks. Das Fest könnte diesen Anspruch Lichtenbergs unterstreichen.

Mehr als 80 Prozent der Jugendlichen in Deutschland haben Angst vor einem Krieg in Europa. Vor diesem Hintergrund ist auch die Diskussion um eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht von Relevanz. Gerade junge Menschen, die ohnehin Verunsicherung verspüren, dürfen nicht durch militärische Zwangsmaßnahmen zusätzlich belastet werden. Das Friedensfest sollte daher nicht nur ein Symbol für Frieden sein, sondern auch konkrete Angebote und Informationen bereithalten: Jugendliche sollen ermutigt werden sich dem Dienst an der Waffe zu entziehen, jedoch darüber hinaus auch bestärkt werden, konstruktive Mittel und Wege des Rechtsstaates nutzen zu lernen, um ihre Stimme in der Gesellschaft wirksam einzubringen und ihrem Wunsch nach Frieden Gewicht zu verleihen.