Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau von der Roten Armee befreit. Dort ermordeten die Nationalsozialisten auf grausame Weise mindestens 1,1 Millionen Menschen. Wie kaum ein anderer Ort steht Auschwitz symbolisch für den Holocaust und die unvorstellbaren Verbrechen der Jahre 1933 bis 1945. Heute erinnern wir an die Opfer des deutschen Faschismus, darunter Juden, Sinti und Roma, Kommunisten und Sozialdemokraten, Homosexuelle, Menschen mit Behinderungen sowie viele weitere Verfolgte.

Das, was damals geschehen ist, darf sich niemals wiederholen; dafür tragen wir Verantwortung! Es ist unsere Pflicht, hinzuschauen, wenn Menschen wegen ihrer Religion, Herkunft, Nationalität, Hautfarbe oder sexuellen Orientierung ausgegrenzt oder verfolgt werden.

Ebenso dürfen wir nicht schweigen, wenn Geschichte verfälscht, Verbrechen verharmlost oder alte Feindbilder erneut belebt werden. Krieg bedeutet immer Entmenschlichung; die Shoah konnte nur im Schatten eines Weltkriegs geschehen. Deutschland muss sich seiner historischen Verantwortung bewusst bleiben. Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen!

(Das Foto zeigt unser Gesteck am Gedenkort der ehemaligen Synagoge in der Konrad-Wolf-Straße.)