Aktueller Stand: DS/2070/IX

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht, sich gegenüber dem Senat von Berlin, dem Bezirksamt Treptow-Köpenick sowie im Rat der Bürgermeister dafür einzusetzen, dass für den Modellpark Berlin-Brandenburg kurzfristig eine tragfähige Lösung zum dauerhaften Erhalt dieses touristisch wertvollen Angebots gefunden wird.

Dabei soll insbesondere geprüft werden, ob für den Modellpark ein geeigneter Ersatzstandort in Berlin gefunden werden kann. In diese Prüfung sollen auch mögliche Flächen im Bezirk Lichtenberg einbezogen werden, sofern diese hinsichtlich Erreichbarkeit, planungsrechtlicher Voraussetzungen, Wirtschaftlichkeit, Barrierefreiheit und touristischer Anbindung grundsätzlich geeignet erscheinen.

Das Bezirksamt wird ferner ersucht, sich dafür einzusetzen, dass der Betreiber des Modellparks sowie weitere geeignete Partner zeitnah an einen Tisch gebracht werden, um sowohl eine Übergangslösung als auch eine dauerhafte Standortperspektive zu entwickeln.

Der BVV ist bis spätestens zur Sitzung im September 2026 zu berichten, welche Gespräche geführt wurden, welche Flächen im Bezirk Lichtenberg grundsätzlich in Betracht kommen könnten und welche Möglichkeiten das Bezirksamt sieht, den Erhalt des Modellparks Berlin-Brandenburg zu unterstützen.

Begründung:
Der Modellpark Berlin-Brandenburg ist ein besonderes touristisches Angebot für Berlin. Er macht bekannte Bauwerke und Wahrzeichen aus Berlin und Brandenburg im Kleinformat erlebbar und verbindet damit Bildung, Freizeit, Stadtgeschichte und Tourismus auf niedrigschwellige Weise. Solche Angebote sind gerade für Familien, Schulklassen, Senioren, Menschen mit Behinderung und Berlin-Besucher von besonderem Wert.

Nach den vorliegenden Informationen wird der Modellpark im Jahr 2026 am bisherigen Standort in der Wuhlheide nicht öffnen. Zugleich wird deutlich, dass am bisherigen Standort erhebliche planungsrechtliche, erschließungsbezogene und wirtschaftliche Hürden bestehen. Wenn der Modellpark erhalten werden soll, braucht es daher nicht nur eine Diskussion über den bisherigen Standort, sondern eine berlinweite Suche nach einer tragfähigen Lösung.

Auch wenn der bisherige Standort nicht im Bezirk Lichtenberg liegt, hat Lichtenberg ein eigenes Interesse daran, touristisch attraktive, familienfreundliche und bildungsnahe Angebote in der östlichen Stadthälfte zu erhalten. Der Bezirk verfügt über zahlreiche Orte mit guter ÖPNV-Anbindung, Nähe zu Wohnquartieren, Grünräumen und touristischen Entwicklungspotenzialen. Deshalb sollte zumindest geprüft werden, ob auch eine Fläche in Lichtenberg als künftiger Standort oder als Teil einer Übergangslösung in Betracht kommen könnte.